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Bauliche Anpassung Turm Kränzelstein

Maßnahme 19.2.7.4

Ausgangslage dieses Projekt war der Ankauf des Turms durch die Gemeinde Sarntal. Somit wechselte ein wichtiges Kulturgut von privatem in öffentlichen Besitz. Um einer breiten Öffentlichkeit den Zugang zu gewähren, musste eine umfangreiche Sanierung vorgenommen und den zukünftigen Aktivitäten angepasst werden.
Der geschichtsträchtige Turm soll in Zukunft vorwiegend für kulturelle, künstlerische und kreative Tätigkeiten genutzt werden. Die Räumlichkeiten wurden so restauriert und saniert, dass Fortbildung und Seminare abgehalten werden können. 
Um diese Dienstleistungen zu gewährleisten, mussten Eingänge und Aufgänge neu errichtet werden. Dazu waren auch  einige statische Sanierungen nötig.
Mehrere Abbrucharbeiten und neue Böden sollen auch einen Zugang für Menschen mit Behinderung garantieren. Neue, den gesetzlichen Bestimmungen gerechte, sanitäre Anlagen gehörten auch zum Sanierungsprogramm.
Das Projekt zielt darauf ab, den Turm für lokale Projekte zugänglich zu machen, ihn behindertengerecht zu sanieren und als lokales Kulturgut zu erhalten und aufzuwerten, um die touristische Entwicklung durch kulturelle Angebote zu fördern.

 

Träger: Gemeinde Sarntal
Beginn: Frühjahr 2020, Ende: 07.05.2022

Flora Brugger

Kulturreferentin Gemeinde Sarntal

„Der mittelalterliche Wohnturm Kränzelstein war in Privatbesitz und diente als Wohnung und Büroraum. 2016 kaufte ihn die Gemeinde, um ihn öffentlich zugänglich zu machen. Im ersten Geschoss befindet sich ein Rittersaal, der für Vorträge, Versammlungen, Festessen und Kleinkunstveranstaltungen wie Konzerte, Kabarett oder Ausstellungen genutzt wird. Im zweiten Geschoss befindet sich die gotische Stube aus dem 15. Jahrhundert, die unangetastet blieb und vor allem für zivile Trauungen genutzt wird. Für den Empfang eignen sich Burggarten oder Foyer. Im zweiten Geschoss ist zudem eine historische Schulklasse als Dauerausstellung eingerichtet.  Im dritten Geschoss sind zwei weitere Dauerausstellungen untergebracht: Zum einen wird das Modell der Sarner Straße mit den drei Varianten gezeigt – die Zufahrt durch die Schlucht entlang der Talfer um 1900, die zur Faschistenzeit oben im Felsen gebaute Straße mit 24 Tunnels und die heutige Trasse. Außerdem befindet sich dort eine medizinische Versorgungsstation aus der Zeit um 1900; die medizinischen Instrumente wie Röntgengerät, Zahnbohrer oder Operationsbesteck wurden damals vom Gemeindearzt Dr. Georg Plangger verwendet. Es sind Leihgaben, die uns die Nachkommen zur Verfügung stellen. Noch auszubauen sind Keller- und Dachgeschoss.  
Der Turm bietet einen besonderen Rahmen für Veranstaltungen. Die Atmosphäre ist spürbar und begeistert die Besucher immer wieder.“

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