Das Martertal, ein schluchtenförmiges Tal zwischen den Gemeinden Jenesien und Sarntal, wurde bisher nur durch einen schmalen Wanderweg verbunden. Um die beiden Talseiten sicherer und attraktiver zu erschließen, errichteten die Gemeinden Jenesien und Sarntal gemeinsam eine Fußgängerhängebrücke, die die bestehenden Wanderwege verbindet und zugleich als neues Highlight entlang der Route dient.
Im Zuge des bereits genehmigten und seit 2018 umgesetzten Beregnungsprojekts des Konsortiums JeKon, welches eine Leitung vom Kraftwerk Bundschen bis nach Jenesien, Glaning und Terlan umfasst, wurde eine rund 240 m lange Hängebrücke über das Martertal errichtet. Diese ersetzt die ursprünglich geplante Rohrbrücke. Die neue Brücke erfüllt eine Doppelfunktion: Sie ermöglicht den sicheren Übergang für Wanderer und integriert gleichzeitig die notwendige Leitungsinfrastruktur der Gemeinden sowie die Beregnungsleitung.
Der Bau der neuen Hängebrücke verfolgt das Ziel, die touristische Attraktivität der Region deutlich zu steigern. Besonders die Wanderroute von Afing nach Vormesswald wird durch das neue Erlebnisangebot aufgewertet. Gleichzeitig profitieren bislang touristisch schwache Gebiete wie Afing, Hinterafing, Vormesswald und Bundschen durch eine bessere Erreichbarkeit und Sichtbarkeit. Die Brücke verbessert zudem die Verbindung für Wanderer und Radfahrer zwischen den Gemeinden Jenesien und Sarntal, wo zuvor keine sichere Querung möglich war. Auch lokale Betriebe und Hofstellen sollen durch den gestiegenen Besucherverkehr und die Möglichkeit, regionale Produkte zu vermarkten, gestärkt werden. Insgesamt trägt das Projekt zur Aufwertung des Wohnorts und zur Sicherung lokaler Arbeitsplätze bei.
Träger: Gemeinde Jenesien/Sarntal
Beginn: 2023, Ende: 2024